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Medikamentengebrauch von Jugendlichen

Die alle vier Jahre bei Schülerinnen und Schülern in der Schweiz stattfindende Befragung zeigt, dass die Einnahme von Medikamenten bei den 15-Jährigen (im 9. Schuljahr) relativ verbreitet ist, vor allem bei den Mädchen. Im Jahr 2006 gaben rund jeder vierte 15-jährige Junge und mehr als ein Drittel der gleichaltrigen Mädchen an, während der letzten 30 Tage mindestens einmal ein Medikament gegen Kopfschmerzen eingenommen zu haben. Ähnlich haben mehr als ein Drittel der Mädchen mindestens einmal ein Mittel gegen Bauchschmerzen gebraucht, gegenüber ungefähr einem von zehn Jungen. Der Gebrauch von Medikamenten um gegen Schlafprobleme oder Nervosität anzugehen, ist weniger häufig, immerhin betrifft er aber ungefähr 4% der Jungen und ca. 5% der Mädchen im Alter von 15 Jahren.

Wenn man die Entwicklung zwischen 1994 und 2006 betrachtet, scheint sich keine globale Tendenz hinsichtlich der vier berücksichtigten Störungen abzuzeichnen.

Quelle: Berechnungen der SFA (2007). HBSC Befragungen der Jahre 1994, 1998 und 2006.

(Wenigstens einmaliger) Medikamentengebrauch von 15-jährigen Schülern und Schülerinnen der 9. Klasse während der letzten 30 Tage (nach Störungen und Geschlecht)
(Wenigstens einmaliger) Medikamentengebrauch von 15-jährigen Schülern und Schülerinnen der 9. Klasse während der letzten 30 Tage (nach Störungen und Geschlecht)

Wiederholter Medikamentengebrauch

Wenn man den wiederholten Gebrauch eines Medikamentes oder die Einnahme verschiedener Medikamente bei 11-, 13- und 15-Jährigen betrachtet, kann eine unterschiedliche Entwicklung der Prävalenzen zwischen den Altersgruppen gemäss dem Geschlecht beobachtet werden: Der Anteil der Jugendlichen, welcher im Jahr 2006 während der letzten 30 Tage mehrfach ein Medikament gegen Kopf- oder Bauchschmerzen oder gegen Schlaflosigkeit und Nervosität eingenommen hat, scheint bei den Jungen zu sinken, je älter sie sind, während er umgekehrt bei den Mädchen im steigenden Alter eher zunimmt.

Hinsichtlich der zeitlichen Entwicklung, kann in den verschiedenen Altersgruppen eine Abnahme der Prävalenzen zwischen 1994 und 1998 beobachtet werden, sowie eine Zunahme im Jahr 2006, diese jedoch auf einem niedrigeren Niveau als 1994. Die 13-jährigen Mädchen bilden die Ausnahme bei dieser Evolution: deren Prävalenzen sind für die Jahre 1998 und 2006 miteinander vergleichbar.

Quelle: Berechnungen der SFA (2007). HBSC Befragungen der Jahre 1994, 1998 und 2006.

Die Befragung der Schülerinnen und Schüler zeigt darüber hinaus, dass die Einnahme von Medikamenten manchmal auch einem anderen Zweck dienen soll: im Jahr 2006 gaben ungefähr 5% der 15-jährigen Mädchen und ungefähr 2% der 15-jährigen Jungen an, mindestens einmal Medikamente gebraucht zu haben, um sich damit zu berauschen.

Quelle : Schmid et al. (2007). Der Konsum psychoaktiver Substanzen von Schülerinnen und Schülern in der Schweiz. Ausgewählte Ergebnisse
einer Studie, durchgeführt unter der Schirmherrschaft der WHO. Lausanne: ISPA.

Wiederholter und/oder gehäufter Gebrauch von Medikamenten (während der letzten 30 Tage) gegen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Nervosität (nach Altersgruppe und Schulniveau, gemäss dem Geschlecht)
Wiederholter und/oder gehäufter Gebrauch von Medikamenten (während der letzten 30 Tage) gegen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Nervosität (nach Altersgruppe und Schulniveau, gemäss dem Geschlecht)
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